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Ausstellung: 28. Oktober 2022 bis 29. April 2023

Alles nur Theater? Von Papierpuppen, Marionettenbühnen und Wohnzimmeropern

Die aktuelle Ausstellung im Haus Appenzell befasst sich mit Miniaturtheatern ganz unterschiedlicher Manier, die doch eines miteinander verbindet: eine grosse Spielfreude und die Liebe zum Detail.

Zum einen erwartet das Publikum eine Privatsammlung historischer Papiertheater, die sich im 19. Jahrhundert in bürgerlichen Familien als Spielzeug und Bildungsinstrument grosser Beliebtheit erfreuten. Die gedruckten Theaterbilderbogen zum Ausschneiden, Zusammenbauen und Spielen waren oft den Inszenierungen der grossen Bühnen nachempfunden und reichten von der Oper, übers Schauspiel bis zum Märchen. Nebst Klassikern aus den deutschen Verlagen J. F. Schreiber, Joseph Scholz sowie der französischen Imagerie d'Épinal präsentiert die Ausstellung auch Raritäten aus Dänemark und England, die der Sammler Peter Mäder teils mit Zinnfiguren und Marionetten neu belebt.

Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich Toblers Marionettentheater – einer für ihre Zeit technisch ganz raffiniert ausgestatteten Heimpuppenbühne aus dem späten 19. Jahrhundert. Konstruiert und bespielt wurde sie von den Söhnen des aus dem appenzellischen Trogen nach München ausgewanderten Kunstmalers und Illustrators Victor Tobler. Die jungen Brüder Georg und Justus bauten Rittersäle und Räuberstuben originalgetreu im Miniaturformat nach und erweckten sie mittels Marionettenfiguren und Bühnentechnik zum Leben. Nebst der Originalbühne sind Kulissen, Regiebücher, Theaterplakate und Figuren mit allerlei Zubehör aus dem reichhaltigen Fundus zu sehen.

In die grosse weite Welt des Musiktheaters entführen die puppenstubengrossen Opernszenerien des Dekorateurs und Zürcher Originals Bernhard Vogelsanger (1920–1995). Während fast 50 Jahren betrieb er in seiner Genossenschaftswohnung in Zürich-Schwamendingen das wohl kleinste Opernhaus der Welt. Akt für Akt inszenierte er mit seinen liebevoll und mit grösster Sorgfalt gestalteten Kulissen und Pappfiguren die mitreissenden Geschichten von Liebe, Leidenschaft und Tod, wie sie nur eine "Carmen", "Aida" oder "Zauberflöte" zu bieten haben.

28. Oktober 2022 – 29. April 2023, geöffnet Mi–Fr von 13.00–17.00 Uhr und Sa von 11.00–17.00 Uhr.

ÖFFNUNGSZEITEN

Unsere aktuelle Ausstellung "Alles nur Theater?" ist wie folgt geöffnet:

28.10.2022 bis 29.4.2023
Mi-Fr 13.00-17.00 Uhr
Sa 11.00-17.00 Uhr
So-Di geschlossen

Eintritt frei (Kollekte)
Eingang: St. Peterstr. 16, 8001 Zürich

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

FLYER & PLAKAT

Laden Sie hier den Flyer und das Plakat zur Ausstellung herunter.

PUBLIKATION

Zur Ausstellung ist ein umfassender Katalog erschienen, den Sie HIER bestellen können.

VERNISSAGE

Impressionen der Vernissage vom 26. Oktober 2022.